Pokémon-Sleeves: welche Größe, wie viele und welche wählen
Für Pokémon-Karten ist die richtige Sleeve-Größe das Standardformat 66 × 91 mm – egal ob französische, englische oder japanische Karten. Das sogenannte „japanische“ Format (62 × 89 mm) ist für kleinere Karten gedacht und passt nicht für Pokémon-Karten. Wer noch weiter gehen will, steckt darunter eine Inner Sleeve mit 64 × 89 mm: Das nennt man Double Sleeving.
Die Falle „japanisches“ Format
Das ist die Verwechslung, die wir am häufigsten sehen. Eine japanische Pokémon-Karte hat exakt dieselben Maße wie eine französische: etwa 63 × 88 mm, das Standardformat für Sammelkartenspiele. Die Bezeichnung „Japanese size“ meint also nicht japanische Pokémon-Karten, sondern das kleine Format, das Spiele wie Yu-Gi-Oh! verwenden.
Gamegenic gibt das für seine Prime-Sleeves im japanischen Format klar an: 62 × 89 mm, für Karten von maximal 59 × 86 mm. Eine Pokémon-Karte passt da schlicht nicht hinein. Merk dir die Regel: Pokémon, egal in welcher Sprache, und auch One Piece = Standard-Sleeves.
Die drei Größen, die du kennen solltest
| Typ | Übliche Maße | Verwendung |
|---|---|---|
| Standard-Sleeve („Outer“) | 66 × 91 mm | Pokémon, One Piece, Magic: Hauptschutz |
| Inner Sleeve / Perfect Fit | 64 × 89 mm | Erste Schicht, eng an die Karte angepasst |
| Japanisches Format | 62 × 89 mm | Kleinere Karten (z. B. Yu-Gi-Oh!), nicht Pokémon |
Ultra PRO fertigt zum Beispiel seine Deck Protectors im Format 66 × 91 mm, und Gamegenic bietet Inner Sleeves mit 64 × 89 mm für Karten bis 63 × 88 mm an. Die Maße können je nach Marke um einen Millimeter abweichen: Prüf immer die Produktseite.
Weiche Sleeve, Spiel-Sleeve: Was ist der Unterschied?
Nicht alle Hüllen sind gleich, und die richtige Wahl hängt davon ab, was du mit deinen Karten machst.
- Weiche Sleeves („Soft“ oder „Penny Sleeves“) sind dünn und transparent. Sie dienen zum Aufbewahren von Sammelkarten, zum Einschieben in einen Toploader oder zum Einsenden an eine Grading-Firma.
- Spiel-Sleeves sind dicker und haben oft eine farbige oder matte Rückseite. Sie halten häufigem Mischen stand und schützen die Ecken besser. Die Prime-Reihen von Gamegenic setzen zum Beispiel auf eine sehr blickdichte Rückseite und eine sehr transparente Vorderseite.
- Matte Oberflächen reduzieren Spiegelungen und gleiten besser in der Hand. Glänzende Oberflächen bringen die Illustration stärker zur Geltung.
Das Material: PVC-frei und säurefrei
Für eine langfristige Aufbewahrung achte auf die Angaben „PVC-frei“ und „säurefrei“ (acid-free). Große Marken verwenden in der Regel Polypropylen, einen stabilen Kunststoff, der weder mit der Druckfarbe noch mit dem Karton der Karten reagiert. Minderwertige Hüllen können dagegen mit der Zeit kleben, vergilben oder sich verformen. Bei einer wertvollen Karte solltest du dieses Risiko nicht eingehen.
Double Sleeving – für wen?
Beim Double Sleeving steckst du die Karte in eine eng anliegende Inner Sleeve und schiebst das Ganze dann in eine Standard-Sleeve – möglichst mit der geschlossenen Seite der Inner Sleeve voran. Ergebnis: Staub und Feuchtigkeit dringen viel schwerer ein, und die Karte verrutscht nicht mehr in ihrer Hülle.
Wir empfehlen das für Deckkarten, die regelmäßig gespielt werden, für wertvolle Karten in der Deckbox und für alles, was du im Zustand „frisch aus dem Booster“ erhalten willst. Für eine einfache Sammlung im Ordner reicht meist eine einzelne weiche Hülle.
Wie viele Sleeves brauchst du?
- Ein Pokémon-Deck hat 60 Karten. Plane eine Packung mit 60 bis 100 Sleeves ein, damit du Reserve für beschädigte Hüllen hast.
- Beim Double Sleeving brauchst du genauso viele Inner Sleeves wie äußere Sleeves.
- Beim Öffnen eines Displays rechne mit einer weichen Hülle pro seltener Karte, die du sofort sichern willst. Eine 100er-Packung ist schneller leer, als man denkt!
Alle unsere Hüllen findest du in der Rubrik Sleeves, und für die wertvollsten Karten ergänzt du sie mit einem Toploader (siehe unseren Toploader-Guide).
Die richtigen Handgriffe in der Praxis
- Fass die Karten mit sauberen, trockenen Händen auf einer ebenen Fläche an.
- Schieb die Karte sanft hinein, ohne Druck auf die Ecken. Wenn es hakt, ist die Hülle zu klein.
- Ersetze Sleeves nicht durch Büro-Prospekthüllen oder Gefrierbeutel.
- Tausch Spiel-Sleeves aus, sobald sie eingerissen oder an den Kanten weiß geworden sind.
Du schwankst zwischen zwei Artikeln? Setz beide auf deine Anfrageliste oder kontaktiere uns: Wir helfen dir bei der Wahl.
Häufige Fragen
Brauchen japanische Pokémon-Karten japanische Sleeves?
Nein. Japanische Pokémon-Karten haben das Standardformat, genau wie französische Karten. Verwende Standard-Sleeves mit 66 × 91 mm oder beim Double Sleeving Inner Sleeves mit 64 × 89 mm.
Reicht eine Inner Sleeve allein?
Für die Aufbewahrung im Ordner ja. Zum Spielen ist sie aber sehr dünn und wenig geeignet: Um ein Deck zu mischen, steck eine Standard-Sleeve darüber.
Schützen farbige Sleeves besser?
Nicht unbedingt. Die Farbe betrifft vor allem die Rückseite und hilft, das eigene Deck zu erkennen. Der Schutz hängt von Dicke und Material ab.
Kann man eine gesleevte Karte in einen Ordner stecken?
Ja, mit einer dünnen weichen Hülle. Eine dicke Spiel-Sleeve – erst recht beim Double Sleeving – sitzt in den Fächern eines 9-Pocket-Ordners dagegen womöglich zu eng.